Flagge: NEUER ARTIKEL

Art.Nr. G886 Lithografie nach einem Kupferstich ‚Luxuria – Die Wollust‘ aus der Serie ‚Die sieben Todsünden‘ von O. Zoff nach Heyden, um 1920

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Art.Nr. G886 Lithografie nach einem Kupferstich ‚Luxuria – Die Wollust‘ aus der Serie ‚Die sieben Todsünden‘ von O. Zoff nach Heyden, um 1920

120,00 €
Artikel-Nr.:
Material:Papier
Stil-Epoche:20. Jh.
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Lithografie nach einem Kupferstich ‚Luxuria – Die Wollust‘ aus der Serie ‚Die sieben Todsünden‘ von O. Zoff nach Heyden, um 1920 in einem schlichten vergoldeten Rahmen.

Diese Grafik zeigt Darstellungen der Wollust, die dritte der sieben Todsünden. Dass Pieter Bruegel der Ältere, der ursprüngliche Kupferstecher hinter diesem Motiv, hier maßgeblich von Hieronymus Bosch beeinflusst wurde, lässt sich auf den ersten Blick erkennen. In einer utopischen Landschaft mit einem Pavillon aus Pflanzen, sowie einem hohlen abgestorbenen Baum, wimmeln sich Figurenstaffagen mit Tierwesen. Fast scheint es eine derbe Variante von Boschs ‚Garten der Lüste‘ zu sein. In erotisierender Weise wird die körperliche Liebe schamlos und sündhaft dargestellt, teils in Verbindung mit den Wesen. Im linken oberen Eck befindet sich ein Brunnen mit eng umschlungenen Paaren. Der Flusslauf darunter führt an einem Zug vorbei, welcher von einem sogenannten ‚Eselsritt‘ angeführt wird. Dabei handelt es sich um eine mittelalterliche Ehrenstrafe, bei welcher der Angeklagte öffentlichen Schmähungen ausgesetzt wurde.

Zustand: Blatt leicht braun verfärbt. Goldabrieb am Rahmen.

Otto Zoff (1890 Prag – 1963 München) war ein österreichischer Schriftsteller. Er studierte Kunst- und Literaturgeschichte in Wien und promovierte 1914. Während seiner Zeit in Berlin arbeitete er unter anderem für das Berliner Tagblatt und diverse Zeitschriften. Für kurze Zeit war er Lektor des S. Fischer Verlag. Ab 1917 zog er nach München und arbeitete als Dramaturg in zahlreichen Kammer- und Theaterspielen.

Pieter van der Heyden (um 1530 Antwerpen – 1572 Berchen/Antwerpen) war ein flämischer Kupferstecher und Mitglied der St. Lukas-Gilde. Er arbeitete hauptsächlich nach Vorlagen von Hieronymus Bosch , sowie Pieter Bruegel der Ältere.

Maße:  35 x 42 cm                          Bildausschnitt:  22 x 29 cm