Art.Nr. 5514 Barockkommode aus Schloss Obersteinbach in Bayerns, Mitte 18. Jh.

Art.Nr. 5514 Barockkommode aus Schloss Obersteinbach in Bayerns, Mitte 18. Jh.

8.800,00 €
Artikel-Nr.:5514
Material:Nussbaum
Stil-Epoche:Barock
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Barockkommode aus Schloss Obersteinbach, Nussbaum Massivholz, teils Nussbaum, Kirschbaum, Pappelmaser, Ahorn, teils getuscht auf Weichholz furniert. Trapezförmiger, dreischübiger Korpus mit konkav-konfex geschweifter Front, die mehrfach eingeschnürt ist. Die Seiten sind leicht gebogt, die hinteren Ansätze mit aufgesetzten Lisenen dekoriert. Aufgesetztes Sockelprofil aus Massivholz. Sehr fein geschnitzte Geißbockfüße. Die Deckplatte ist leicht überstehend mit profilierter Kante, übernimmt die Schweifung des Korpuses. In der Mitte befindet sich eine eingelegte Schlachtenszene mit berittenen Rittern, die von einem Löwen angegriffen werden. Umrahmt wird diese Szene von einem geometrisch angelegten Band aus quer angelegtem Kirschbaum, flankiert von Ahornadern. Seitlich befinden sich zwei mit Rocaillen verzierte Kartuschen mit Architekturdarstellungen, Ahorn getuscht auf Nussbaummaser. Umrahmt werden diese Einlagen von schlichtem Nussbaumfurnier. Die Schubladenfronten sind jeweils in drei rechteckige Felder unterteilt. Das mittige in Nussbaummaserfurnier mit floralen Ahornverzierungen, die flankierenden in Pappelmaser mit Ahorn umrahmt. Die Seitenteile sind mit Pfauendarstellungen verziert, umrahmt von floralen Kartuschen. Originales Beschlagwerk, Messing getrieben, teils durchbrochen, originale Kastenschlösser in Eisen.

Restaurierte, Schellack polierte Oberfläche, kleinere, altersdingte Gebrauchsspuren, kleinere Kratzer, Druckstellen, die überpoliert wurden. An der Deckplatte am hinteren Rand gibt es eine symmetrische Furnierergänzung, eventuell später vorgenommen, die kaum auffällt. Es gibt kleinere Furnierergänzungen im Bereich der Schublade, die leicht sichtbar sind. Die Tuschbemalung der Ahorneinlagen sind teils nachgezogen. An drei Messingbeschlägen an der Grundplatte wurden kleinere Ergänzungen vorgenommen, durch ein galvanoplastische Ergänzung, die kaum auffällt. Die Zugbügel der untersten Schublade wurde später ergänzt, weicht leicht ab.

Die zwei Etiketten auf der Rückseite sind nicht zuweisbar. Herkunft aus Schloss Obersteinbach in Bayern (Schriftwechsel des Vorbesitzers). Mitte 18. Jahrhundert. Passende, geschliffene Glasplatte anbei.

Literaturvergleich: Deutsche Möbel des 18. Jahrhunderts, Gloria Ehret, S. 123 Fränkische Prunkmöbel mit den für Mainzer und fränkische Möbel typische Ecklisenen

Höhe: 83,5 cm
Breite: 120 cm
Tiefe: 58 cm