Art.Nr. 5151 Bodenseeschrank in Kirschbaum, um 1780

Art.Nr. 5151 Bodenseeschrank in Kirschbaum, um 1780

7.400,00 €
Artikel-Nr.:5151
Material:Kirschbaum
Stil-Epoche:Louis-Seize
Details:ausblenden
Bodenseeschrank, Kirschbaum Massivholz, teils Kirschbaum, Nussbaum, Mooreiche, Ahorn auf Weichholz furniert. Trapezförmiger Korpus mit abgeschrägten, breiten Ecken. Auf den Ecken sowie der Frontseite befinden sich vorgesetzte Lisenen, die in der Mitte mit eingelegten Faltsternen aus Ahorn/Ebenholz verziert sind, umrahmt von Bandeinlagen. Der Schrank ist als Spaltschrank konstruiert, bestehend aus zwei Hälften, die ineinandergeschoben und durch hölzerne Schrauben miteinander verbunden werden. Das Möbel hat ein vorgesetztes, breit ausgestelltes Sockelprofil, es ruht auf fünf Vierkantspitzfüßen. Der Sockel ist auf Höhe der Lisenen jeweils verkröpft. Der Sockelbereich wird am oberen Ansatz von einem weiteren Profil begrenzt.

Die Türen sind in Rahmenbauweise gefertigt, bündige Füllungen aus furniertem Kirschbaum, umrahmt von Mooreiche und Ahornadern. Den äußeren Rahmen bildet ein quer angelegtes Nussbaumfurnier. In der Mitte sind die Füllungen mit weiteren Faltsternen dekoriert. Unterhalb des profilierten Gesims, das auf Höhe der Lisenen ebenfalls verkröpft ist, befinden sich senkrechte Einlagen, die Kannelierungen immitieren. Die Seitenteile sind ebenfalls mit geometrischen Bändern verziert. Die Inneneinteilung besteht auf der linken Seite aus vier Fachböden und auf der rechten Seite aus drei Fachböden. Originales Kastenschloss in Eisen. Die Schlüssellochschilder sind aus Messing, wohl später ergänzt, jedoch kaum sichtbar. Die Zugknöpfe sind aus geprägtem Messing (original).

Restaurierte, Schellack polierte Oberfläche, guter Erhaltungszustand, das Möbel hat teilweise einen starken Befall von Holzwurm gehabt. Die Wurmgänge und Löcher wurden sehr aufwendig verschlossen und retuschiert, fallen somit kaum auf (Primär am Sockelprofil, am unteren Ansatz der Türen sowie in der Mitte der Schlagleiste). Vereinzelt gibt es altersbedingte Gebrauchsspuren, kleinere Kratzer, Druckstellen, die jedoch kaum sichtbar sind. Die Vierkantspitzfüße wurden später ergänzt. Bodenseeraum, um 1780.

Literaturvergleich: Alte Deutsche Bauernmöbel, Bd. 1, Der Süden vom Main bis zum Inn, Wolfgang Schwarze S. 50-58

Höhe: 200 cm
Breite: 162 cm
Tiefe: 56,5 cm, Lichte Tiefe: 45,5 – 29 cm