Art.Nr. 5461 Barocker Dielenschrank, süddeutsch, ev. Österreich, um 1750

Art.Nr. 5461 Barocker Dielenschrank, süddeutsch, ev. Österreich, um 1750

6.600,00 €
Artikel-Nr.:5461
Material:Nussbaum
Stil-Epoche:Barock
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Barocker Dielenschrank, Nussbaum, Eiche Massivholz, teils Nussbaum, Nussbaummaser, Ahorn, Zwetschge auf Weichholz furniert. Zweitüriger Korpus mit breit abgeschrägten, vorderen Ecken. Das Möbel ist als Spaltschrank konstruiert, zweiteiliger Korpus, der ineinandergeschoben und verkeilt wird. Breit ausgestelltes Sockelprofil aus massivem Eichenholz, das an den Ecken verkröpft ist. Das Möbel ruht auf gedrückten Kugelfüßen. Der Gesimskranz ist ebenfalls in Eiche gearbeitet, stark profiliert, an den Ecken verkröpft. Die Türen sind mit gespiegeltem Nussbaumfurnier belegt, umrahmt von Feldern aus Nussbaummaser. Den äußeren Rahmen bildet quer angelegtes, streifiges Nussbaumholz. Unterteilt werden die Felder jeweils durch geometrisch angelegte Bandeinlagen in Zwetschgenholz, flankiert von Ahornadern. Aufgesetzte, mehrfach abgetreppte Schlagleiste in Eichenholz. Die abgeschrägten Ecken sowie die Seitenteile übernehmen die Ornamentik der Türen.

Der Gesimskranz übernimmt den Aufbau des Sockelprofils. Die Inneneinteilung besteht aus vier variablen Fachböden, der oberste ist schmäler. Originales Kastenschloss in Eisen mit einer gravierten Messingplatte verziert. In einer mit Rocaillen verzierten Kartusche befindet sich ein Vogelkäfig mit Vogel. Auf dem reich verzierten Rahmen der Kartusche sitzen zwei weitere Vögel, die in Richtung Käfig schauen. Originale Schlüssellochschilder, ebenfalls in Messing graviert, mit Rocaillen verziert. Originale Bänder und Schlüssel.

Restaurierte, Schellack polierte Oberfläche, guter Erhaltungszustand, leichte, altersbedingte Gebrauchsspuren. Kleinere Kratzer, Druckstellen, die jedoch kaum auffallen. Es gibt vereinzelt Spuren alten Holzwurmbefalls, die jedoch kaum sichtbar sind. Die Fachböden wurden fachgerecht ergänzt und gebeizt. Am linken Schlüsselschild unten links gibt es eine kleinere Fehlstelle. Süddeutsch, eventuell Österreich, um 1750.

Höhe: 190 cm
Breite: 183 cm
Tiefe: 61 cm, lichte Tiefe: 46,5 cm

Literaturvergleich: Schränke und Kommoden, 1650-1800, Bestandskatalog Nürnberger Nationalmuseum, Bd. 1 S. 130-133