Art.Nr. 4455 Biedermeierschreibschrank mit verglastem Aufbau, wohl Westfalen, um 1840

Art.Nr. 4455 Biedermeierschreibschrank mit verglastem Aufbau, wohl Westfalen, um 1840

6.800,00 €
Artikel-Nr.:4455
Material:Kirschbaum
Stil-Epoche:Biedermeier
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Biedermeierschreibschrank mit verglastem Aufbau, Kirschbaum, Mahagoni Massivholz, teils Kirschbaum, Ebenholz auf Weichholz furniert. Rechteckiger Korpus mit vorgesetzten, konischen Vollsäulen. Der abgetreppte Sockel ist auf Höhe der Säulen verkröpft, vorgesetztes, einschübiges Sockelgeschoss, darüber liegen zwei zurückgesetzte Schübe sowie die Schreibplatte, die durch ein weiteres, schmales Schubfach bekrönt wird. Die Fronten haben jeweils zurückgesetzte, geschweifte Füllungen. Die Inneneinteilung des Schreibteils besteht aus einer zentralen, original verspiegelten Nische, die durch einen geschnitzten Mahagonirahmen eingefasst wird. Die Nische wird seitlich jeweils durch drei Schübe mit gebauchten Fronten flankiert, die durch vorgesetzte, konische Vollsäulen untergliedert werden. Der Nischenboden ist kreisförmig im Wechsel Ahorn, Wurzelmaserfurnier sowie Zwetschgenfurnier eingelegt.

Darunter befinden sich drei weitere Schubfächer und am oberen Rand des Schreibteils ein schmaler Papierschub. Die Zugknöpfe sind jeweils in Horn gedrechselt, mit mittigen Einlagen aus Bein. Der zweitürige, original verglaste Aufsatz übernimmt den Aufbau des Mittelteils mit ebenfalls vorgesetzten Vollsäulen. Der Aufbau wird durch abgetreppte Profile nach oben und unten flankiert. Das obere ist als Gesimskranz ausgeführt, stehend furniert und im Eckbereich verkröpft. Der Aufbau hat drei originale Glasscheiben, eine wurde später ergänzt. Die Seitenteile und die Front sind jeweils mit gespiegeltem Kirschbaumfurnier belegt, die Schlüssellochschilder in Horn eingelegt.

Restaurierte, Schellack polierte Oberfläche, sehr guter Erhaltungszustand, leichte, altersbedingte Gebrauchsspuren, kleinere Kratzer, Druckstellen, die überpoliert wurden. Beide Seiten haben einen verleimten, mittigen Span. Im Sockelbereich gibt es kleinere Furnierergänzungen, die jedoch kaum auffallen. Der Spiegel in der Nische ist leicht erblindet, der Nischenboden hat kleinere Tuschflecken, die kaum sichtbar sind. Wohl Westfalen, um 1840.

Literaturvergleich: Biedermeiermöbel in Westfalen, Museum Abtei Liesborn, Seite 43, Abb. 24

Höhe: 220 cm, Höhe Schreibplatte: 78 cm
Breite: 111 cm
Tiefe: 65 cm, mit geöffneter Platte: 108 cm