Art.Nr. 4817 Kirchheimer Tabernakelsekretär, um 1730/40

Art.Nr. 4817 Kirchheimer Tabernakelsekretär, um 1730/40

7.400,00 €
Artikel-Nr.:4817
Material:Nussbaum
Stil-Epoche:Barock
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Kirchheimer Tabernakelsekretär, Nussbaum Massivholz, teils Nussbaum, Zwetschge, Ahorn auf Weichholz furniert. Kommodenförmiger, dreischübiger Unterbau auf gedrückten Kugelfüßen ruhend. Die Vorderfront ist trapezförmig eingezogen, umlaufender, profilierter Sockel, die Deckplatte des Unterbaues ist in der Mitte nach innen gebogt, seitlich mit zwei ausgestellten, gerundeten Auflageflächen für die Schreibplatte. Die Schubladenfronten sind jeweils in drei Felder unterteilt. Die Nussbaumfüllungen sind umrahmt bez. unterteilt von geometrisch angelegten ahornadern, den äußeren Rahmen bildet ein schlichtes Nussbaumfurnier. Der Schreibteil ist leicht zurückgesetzt mit einer abgeschrägten Schreibplatte, in der Mitte mit gespiegeltem Nussbaumfurnier, das von breiten Bändern aus quer angelegtem Zwetschgenholz unterteilt wird, flankiert von Ahornadern. Den äußeren Rahmen bildet wieder ein quer angelegtes Nussbaumfurnier.

Die Inneneinteilung besteht aus einer zentralen Nische und vier Schubfächern in Nussbaum. Der Aufbau besteht aus der zentralen Tabernakeltüre, flankiert von zehn Schubfächern, die durch die geschlossene Türe mit verriegelt werden. Der Aufbau der Schubladenfronten sowie der Türe entspricht der Schreibklappe sowie den unteren Schüben. Hinter der Türe befinden sich zwei weitere, abschließbare Schubfächer. Der Aufbau schließt nach oben und unten durch einen umlaufenden Profilstab ab. Originale Eisenschlösser, Schlüssellochschilder in Wappenform aus Mooreiche. Die Zugbeschläge und Griffe sind aus Messing und wurden später ersetzt.

Restaurierte, Schellack polierte Oberfläche, sehr guter Erhaltungszustand, leichte, altersbedingte Gebrauchsspuren, kleinere Kratzer, Druckstellen, die überpoliert wurden. Die Seitenteile haben ausgespänte Spannungsrisse, die leicht sichtbar sind. Die Füße aus Massivholz wurden später ergänzt. Die Tabernakeltüre ist minimal verzogen, 1 cm Abstand am oberen Rand, der kaum sichtbar ist. Kirchheim unter Teck, Württemberg, um 1730/40.

Höhe: 169 cm, Höhe Schreibplatte: 81 cm
Breite: 115 cm
Tiefe: 75 cm, Tiefe mit ausgeklappter Platte: 81 cm

Literaturvergleich: Kirchheimer Kunstschreiner der Barockzeit, Eine Spurensuche, Nr. 7 Sekretär, Dornstetten Heimatmuseum