Art.Nr. 4825 Biedermeierschreibschrank, süddeutsch, um 1830

Art.Nr. 4825 Biedermeierschreibschrank, süddeutsch, um 1830

5.400,00 €
Artikel-Nr.:4825
Material:Kirschbaum
Stil-Epoche:Biedermeier
Details:ausblenden
Biedermeierschreibschrank, Kirschbaum Massivholz, teils Kirschbaum, Mahagoni, Riegelahorn, Zwetschge, Ahorn, Ebenholz auf Ahorn, Weichholz furniert. Rechteckiger Korpus mit gerundeten, diagonal furnierten Ecken auf Klotzfüßen ruhend. Die Front ist leicht vorgesetzt mit gespiegeltem Kirschbaumfurnier belegt. Das Gesims ist mehrfach abgetreppt, im Frontbereich mit einem Spitzgiebel versehen, sowie einem zurückgesetzten einschübigen Aufbau mit geschweifter Front. Die Schreibplatte ist im Innenbereich ebonisiert, dunkel poliert.

Die Inneneinrichtung besteht aus einer zentralen Nische, die seitlich von Säulen mit gedrechselten Kapitellen flankiert wird. Der Boden der Nische ist teils intarsiert, rückseitig mit einem halbkreisförmigen Ornament in Schachbrettdekor, das sich in der verspiegelten Rückwand spiegelt. Der vordere Rand der Nische ist mit Sternintarsien aus Ahorn/Ebenholz auf Zwetschgenholz eingelegt. Darunter liegt ein abschließbares Schubfach. Die Nische wird seitlich von 8 kleinen Schubfächern flankiert, deren Fronten aus Riegelahorn bestehen, umrahmt von Zwetschgenholz. Darüber liegen zwei Registraturfächer, hinter diesen sich zwei Geheimfächer befinden. Das mittlere Schubfach ist mit einem vorgesetzten Spitzgiebel sowie geometrisch eingelegten Ahornadern dekoriert. Alle Schubfächer sind aus massivem Ahornholz gefertigt. Die Schreibplatte hat ein Gegengewicht und kann somit im geschlossenen Zustnd nicht nach unten fallen. Die Schlüssellochschilder sind aus Bein.

Restaurierte, Schellack polierte Oberfläche, guter Erhaltungszustand, leichte, altersbedingte Gebrauchsspuren, kleinere Kratzer, Druckstellen, die überpoliert wurden. Die Schreibplatte hat in der Mitte ausgespänte Spannungsrisse, die jedoch kaum auffallen. Das oberste Schubfach hat eine Schlüsselattrappe, durch zweimaliges Verschließen der Schreibplatte kann diese verschlossen werden. Der obere Boden (Deckel) des Schubladenaufbaues wurde sichtbar ergänzt. Der linke Vorderfuß hat leichte ‚Spuren alten Holzwurmbefalls.

Literaturvergleich: Biedermeier, Art and Culture in Central Europe 1815-1848, S. 76, Nr. 55, Prager Museum für Decorative Art. Süddeutsch, um 1830.

Höhe: 167 cm, Höhe Schreibplatte: 81,5 cm
Breite: 109 cm
Tiefe: 57 cm, Tiefe mit aufgeklappter Platte: 103 cm