Art.Nr. 4831 Tabernakelsekretär, reich intarsiert, wohl Bamberg, um 1740

Art.Nr. 4831 Tabernakelsekretär, reich intarsiert, wohl Bamberg, um 1740

7.400,00 €
Artikel-Nr.:4831
Material:Nussbaum
Stil-Epoche:Barock
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Tabernakelsekretär, Nussbaum Massivholz, teils Nussbaummaser, Nussbaum, Mooreiche, Zwetschge, Eiche, Ahorn auf Eiche furniert. Kommodenförmiger, dreischübiger Unterbau auf gedrückten Kugelfüßen. Konkav-konvex geschweifte Front, leicht vorgesetztes Sockelprofil sowie Plattenkante der Deckplatte. Der Schreibteil ist zurückgesetzt mit schräger Schreibplatte. Die Inneneinteilung besteht aus einer zentralen Nische, flankiert von 9 Registraturfächern. Der Aufbau besteht aus einer zentralen Türe, flankiert von 8 Schubfächern mit geschweiften Fronten. Oberhalb der Türe befindet sich ein weiterer Schub, der in das geschweifte Gesims eingelassen ist. Profilierte Gesimskranz an den Ecken sowie auf Höhe des Schubfaches eingeschnürt. Das Möbel ist in Eiche gefertigt, nur die Schubladenkorpuse des Aufbaues sind in Weichholz gefertigt.

Die Front sowie die Seitenteile sind in Felder mit gespiegeltem Nussbaumfurnier oder Nussbaumaserfurnier gegliedert, die von geometrisch angelegten Bandintarsien aus Mooreiche unterteilt werden, flankiert von Ahornadern. Der äußere Rahmen der Schreibplatte sowie der Tabernakeltüre sind aus Zwetschgenholz, flankiert von Ahornadern. Die Umrahmung der intarsierten Felder bildet jeweils schräg angelegtes Eichenfurnier, das auf Kreuzfuge gespiegelt wurde. Originale Messingbeschläge, originale Kastenschlösser in Eisen. Ursprünglich hatte das Möbelstück einen Mechanismus zum Verriegeln der Schubfächer des Aufbaus, der jedoch stillgelegt wurde.

Restaurierte, Schellack, mattierte, polierte Oberfläche, guter Erhaltungszustand mit leichten, altersbedingten Gebrauchsspuren, kleinere Kratzer, Druckstellen, die jedoch kaum auffallen. Das Sockelprofil hat Spuren alten Holzwurmbefalls, die jedoch kaum sichtbar sind. Im Innenbereich des Schreibteils sind leichte Tuschflecken sowie kleinere Brandfleck. Die Bänder der Tabernakeltüren wurden getauscht, ursprünglich Eisenbänder, in Messingbänder aus dem Anfang des 19. Jahrhunderts. Ein Schubladenkorpus wurde später ergänzt, ist jedoch kaum sichtbar. Wohl Bamberg, um 1740.

Literaturvergleich: Wolfgang L. Eller, Schreibmöbel 1700-1850 in Deutschland, Österreich und der Schweiz, S. 153, Nr. 129

Höhe: 196 cm, Höhe Schreibplatte: 80 cm
Breite: 128 cm
Tiefe: 73,5, Tiefe mit ausgeklappter Platte: 87 cm