Art.Nr. 4861 Französischer Empireschreibschrank mit Vollsäulen, um 1800/Anfang 19. Jh.

Art.Nr. 4861 Französischer Empireschreibschrank mit Vollsäulen, um 1800/Anfang 19. Jh.

3.200,00 €
Artikel-Nr.:4861
Material:Nussbaum
Stil-Epoche:Empire
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Französischer Empireschreibschrank, Nussbaum Massivholz, teils Nussbaum auf Pappel/Weichholz furniert. Rechteckiger Korpus mit vorgesetzten Vollsäulen. Vorgesetzter Sockel an den Ecken verkröpft auf Klotzfüßen ruhend, die vorderen Füße sind auf überstehenden Bodenplatten montiert. Der zweitürige Unterbau ist in der Mitte im Innenbereich unterteilt, der untere Teil besteht aus einem breiten Schubfach. Die Schreibplatte hat im Innenbereich eine originale Ledereinlage. Der Innenbereich besteht aus einer breiten, rückseitig original verspiegelten Nische, die von einer bogenförmig ausgeschnittenen Blende umrahmt wird. Am oberen Ansatz befindet sich ein schmales Schubfach, das seitlich von konischen Vollsäulen gestützt wird.

Der untere Teil der Inneneinteilung besteht aus einem mittigen Schub, flankiert von vier kleineren Schubfächern, jeweils mit Messingzugknöpfen. Oberhalb der Schreibklappe befindet sich ein weiterer vorgesetzter Schub, der von den Säulen mit Bronzekapitellen gestützt wird. Der Schub ist mit einem Schlüssellochschild dekoriert, das nur als Blende dient, das Schubfach wird durch doppelte Betätigung des Schließmechansimus der Schreibplatte mitverriegelt. Flankiert wird das obere Schubfach von zwei Bronzeapplikationen, Putten mit Schild, Bogen und Speer bewaffnet. Den oberen Abschluss bildet die originale Marmorplatte, den Übergang zum Korpus bildet ein dreipassiges Profil. Die Front und die Seitenteile sind jeweils mit gespiegeltem Nussbaumfurnier belegt (Frontseite hat einen außergewöhnlich schönen Furnierverlauf.).

Originale Schlösser, restaurierte, Schellack polierte Oberfläche, guter Erhaltungszustand, leichte, altersbedingte Gebrauchsspuren, kleinere Kratzer, Druckstellen, jedoch kaum sichtbar. Am Spiegel der Rückwand ist eine kleinere, erblindete Stelle, die kaum sichtbar ist. Die originale Ledereinlage ist am Randbereich leicht fleckig, kleiner Gebrauchsspuren. An der Traverse unterhalb der Schreibplatte ist ein verleimter Spannungsriss, der kaum auffällt. Am obersten Schubfach sowie am Sockel sind kleinere Furnierergänzungen, die minimal dunkler sind, die Marmorplatte ist leicht fleckig und an der rechten, hinteren Ecke bestoßen (3 mm). Frankreich, um 1800.

Höhe: 145 cm, Höhe Schreibplatte:
Breite: 98 cm
Tiefe: 47,5 cm

Literaturvergleich: Schreibmöbel von 1700-1850, Wolfgang L. Eller