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Art.Nr. 4885 Klassizistischer Schreibschrank, wohl Wien, um 1810/20

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Art.Nr. 4885 Klassizistischer Schreibschrank, wohl Wien, um 1810/20

10.700,00 €
Artikel-Nr.:4885
Material:Kirschbaum
Stil-Epoche:Klassizismus
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Klassizistischer Schreibschrank, Kirschbaum Massivholz, teils Kirschbaum gebeizt, Eibe, Ahorn ebonisiert, dunkel poliert und auf Weichholz furniert. Leicht vorgesetzter, einschübiger Sockel, darüberliegt ein weiteres Schubfach mit segmentförmigem Ausschnitt, der von einem feinen Messingprofil mit Blattspitzen umrahmt wird. Abklappbare Schreibplatte, im Innenbereich dunkel poliert (ebonisiert). Darüber befindet sich ein schmaler Auszug als Schreibunterlage mit herausklappbarer Front sowie ein Ledereinlage mit Goldprägung und seitlichem Griffelfach.

Die Inneneinteilung des Schreibteils ist portalförmig aufgebaut mit zentraler nach innen gewölbter Türe. Die Türe wird seitlich von konischen Halbsäulen mit Messingkapitellen flankiert, die ein vorgesetztes Schubfach stützen, das mit einem aufgesetzten Spitzgiebel dekoriert ist. Unterhalb der Türe befindet sich ein Schubfach, dessen Front treppenförmig gestaltet wurde. Flankiert wird der Mittelteil von zwei Türen, mit darunterliegenden Schüben sowie kleineren Schüben mit bogenförmigen Ausschnitten, die sich darüber befinden. Die Türen sind jeweils mit figürlichen Bronzeapplikationen dekoriert. Oberhalb des Schreibteils befindet sich ein weiteres, schmales Schubfach mit einer rautenförmigen Füllung, deren Rand mit Messingprofil umrhamt ist. Seitliche Zugknöpfe in geprägtem Messing. Der Gesimskranz schließt durch ein abgeschrägtes Profil ab, am unteren Ansatz befindet sich ein ebonisierter Profilstab. Das Gesims wird von einer umlaufenden Galerie bekrönt. Originale Schlüssellochschilder, Bronze vergoldet mit Blattornamenten verziert. Originale Schlösser.

Restaurierte, Schellack polierte Oberfläche, guter Erhaltungszustand, leichte, altersbedingte Gebrauchsspuren, kleinere Kratzer, Druckstellen, die jedoch kaum auffallen. Vereinzelt gibt es kleinere Spannungsrisse im Furnier und kleinere fachgerecht ausgeführte Furnierergänzungen im Sockelbereich seitlich sowie an den Kanten des Innenbereiches des Schreibteiles. Die Ledereinlage der Schreibauflage wurde fachberecht erneuert. An der zentralen Türe des Schreibteils befindet sich ein sichtbarer verleimter, mittiger Spannungsriss, der ausgespänt wurde. Teile der Galerie wurden kaum sichtbar ersetzt. Wien, um 1810/20.

Literaturvergleich: Schreibmöbel 1700-1850 in Deutschland, Österreich und der Schweiz, Wolfgang L. Eller

Höhe: 155,5 cm, Höhe Schreibplatte: 76 cm
Breite: 108 cm
Tiefe: 55,5 cm, Tiefe mit ausgeklappter Platte: 101 cm

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