Art.Nr. 5402 Tabernakelsekretär, Mitteldeutschland, Mitte 18. Jh.

Art.Nr. 5402 Tabernakelsekretär, Mitteldeutschland, Mitte 18. Jh.

11.500,00 €
Artikel-Nr.:5402
Material:Nussbaum
Stil-Epoche:Barock
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Tabernakelsekretär, Nussbaum Massivholz, teils Nussbaum, Nussbaummaser, Zwetschge, Ahorn auf Weichholz furniert, Bronzebeschläge, Beinknöpfe. Unterbau bestehend aus einer konkav-konvex geschweiften, vierschübigen Kommode, darüberliegend befindet sich ein zurückgesetzter Schreibteil, mit schräger Platte. Kommodenförmiger Unterbau und Schreibteil sind miteinanderverbunden. Das Möbel ruht auf gedrückten Balusterfüßen. Die Inneneinteilung des Schreibteils besteht aus einer breiten Nische, flankiert von vier Schubfächern.

Der Aufbau ist zurückgesetzt, die Tabernakeltüre sowie die nach oben und unten flankierenden Schubladen haben eine gebogte Front. Seitlich umrahmt von zwei Lisenen, die mit Ahornadern untergliedert sind. Den äußeren Rahmen bilden jeweils geschweifte Schubladenreihen, bestehend aus vier großen Schüben und einem kleinen. Die Front und die Seitenteile sind jeweils aufgeteilt in rechteckige Felder, mit teils gespiegeltem Nussbaummaserholz, umrahmt von Bändern aus Zwetschgenholz, flankiert von Ahornadern. Den äußeren Rahmen bildet Nussbaumholz, das schräg verlaufend ist und auf Kreuzfuge gespiegelt. Hinter der Tabernakeltüre befinden sich zwei Schieber, mit denen die seitlichen Schubkästen verriegelt werden können.

Den oberen Abschluss bildet ein auf der Frontseite gebogter Gesimskranz, der von einem kissenförmigen Aufbau bekrönt wird. Originale Messingbeschläge, teil graviert, patiniert, drei originale Schubladenschlösser in Eisen, wurden später ergänzt.

Restaurierte, Schellack polierte Oberfläche, guter Erhaltungszustand, mit leichten, altersbedingten Gebrauchsspuren, kleinere Druckstellen, Kratzer, die überpoliert wurden. Kleinere Kittungen, Retuschen, die jedoch kaum auffallen. Vereinzelt gibt es kleinere Furnierergänzungen an der zweiten Schublade am oberen Rand, an den Ecken der Schubfächer, an der Tabernakeltüre im Schlossbereich, die fachgerecht ausgeführt wurden und kaum auffallen. Eventuell wurde die Innenfläche des Schreibteils später furniert. An der zweituntersten Schublade gibt es an den Messingbeschlägen seitlich kleinere Fehlstellen, die leicht sichtbar sind. An den geschweiften Seitenteilen des Aufbaus unterhalb des Gesimskranzes gibt es Kittungen, Retuschen, die sich leicht dunkler abheben.

Am Unterbau gibt es zwei Etiketten der Pfälzischen Eisenbahn, Transport von Germersheim nach München, Hohenzollernstr..

Mitteldeutschland,  Mitte 18. Jahrhundert.

Literaturvergleich: Kreisel u. Himmelheber, Die Kunst des Deutschen Möbels, Band II

Höhe: 210 cm, Höhe Schreibplatte: 81,5 cm
Breite: 105 cm
Tiefe: 62 cm, mit ausgeklappter Platte: 85 cm