Art.Nr. 5448 Biedermeierzylinderbüro mit Inventarnummer des Ludwigsburger Schlosses, um 1820/30

Art.Nr. 5448 Biedermeierzylinderbüro mit Inventarnummer des Ludwigsburger Schlosses, um 1820/30

8.600,00 €
Artikel-Nr.:5448
Material:Nussbaum
Stil-Epoche:Biedermeier
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Biedermeierzylinderbüro, Nussbaum Massivholz, teils Nussbaum auf Weichholz furniert, Schlüsselschilder in Ebenholz. Dreischübiger Korpus in Stollenbauweise. Das Möbel ruht auf Vierkantspitzfüßen, die auf Höhe des Sockels überplattet sind. Aufbau in Form eines Zylinders, der nach hinten eingeschoben werden kann. Den oberen Abschluss bildet eine schmale Lade. Leicht überstehende Deckplatte, die von einer schmalen Galerie umrahmt wird.

Die Inneneinteilung des Schreibteils besteht aus einer zentralen Nische, mit bogenförmiger Einfassung, flankiert von vier seitlichen Schubfächern mit Messingzuggriffen. Unterhalb der Nische befindet sich der Auszug mit rechteckiger Schreibeinlage in Nussbaum, umrahmt von schlichterem Nussbaumfurnier. Am hinteren Rand der Schreibauflage befindet sich eine Blende in Form von drei Schubfächern. Das Möbel ist mit einem gespiegeltem Furnierbild dekoriert, originale Messingknöpfe, originale Schlösser, rautenförmige Schlüssellochschilder in Ebenholz.

Das Möbel ist auf der geschroppten Rückwand mit zwei Brandsiegeln bezeichnet mit einer wappenförmigen Kartusche mit „CLB“ (Castellanei Ludwigsburg, Inventar-Siegel 18./19. Jahrhundert) sowie „Sch.L. 3188“ (Königliches Apanage-Schloss Ludwigsburg, Siegel der Inventarisierung von 1896 mit Raumnummer).

Das Möbel ist auf der Innenseite der Rückwand bezeichnet siehe Aufzeichnung des Schreinermeisters Georg Moeller von 1932.

Restaurierte, Schellack polierte Oberfläche, guter Erhaltungszustand mit minimalen, altersbedingten Gebrauchsspuren. Am unteren Rand der Schreibauflage mit einer Furnierfehlstelle, kleine Retusche, die sich leicht sichtbar, farblich dunkler abhebt. Die Schub- und Laufleisten wurden überarbeitet, teils ergänzt. Seitlich an den Schubfächern gibt es Spuren von später angebrachten Zugknöpfen, wurden entfernt und die Löcher fachgerecht verschlossen (leicht sichtbar). An der Deckplatte, an der rechten hinteren Ecke gibt es einen Fleck, der sich dunkler abhebt.

Literaturvergleich: Katalog der französischen Möbel des 18. Jahrhunderts in Schloß Ludwigsburg, Verzeichnis der Inventarisierungsmarken, Seite 40

Höhe: 121 cm, Höhe Schreibplatte: 77 cm
Breite: 101 cm
Tiefe: 55,5 cm, Tiefe mit ausgezogener Platte: 80 cm