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Art.Nr. 5545 Norddeutsches Biedermeierzylinderbüro, um 1830

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Art.Nr. 5545 Norddeutsches Biedermeierzylinderbüro, um 1830

6.840,00 €
Artikel-Nr.:5545
Material:Mahagoni
Stil-Epoche:Biedermeier
Details:ausblenden
Norddeutsches Biedermeierzylinderbüro, Mahagoni Massivholz, teils Mahagoni, Pyramidenmahagoni, Ahorn, Ahorn grün gebeizt oder geflammt. Ebenholz auf Eiche furniert. Kommodenförmiger Unterbau, auf Klotzfüßen ruhend. Leicht vorgesetztes Sockelgeschoss. Die Front ist mit gespiegeltem Pyramidenmahagonifurnier belegt. Der Schreibteil besteht aus einer Schreiblade, die dreifach unterteilt ist. In der Mitte mit einer Schreibauflage mit grüner Ledereinlage, umrahmt von einer vergoldeten Prägung. Die Schreibauflage hat einen Aufstellmechanismus und kann als Lesehilfe verwendet werden. Seitlich flankiert von zwei Papierzügen.

Die Inneneinteilung besteht aus einer aufwendig intarsierten Nische, die dreiseitig original verglast ist, flankiert von eingelegten Säulen mit getuschten Kapitellen. Der aufwendig eingelegte Boden wird in den Seitenwänden gespiegelt. Die Nische kann herausgezogen werden und bietet Zugang zu drei zurückliegenden Geheimfächern. Durch einen Taster kann die darunterliegende Schublade mit eingelegter Mauersteinoptik herausgefahren werden. Die flankierenden Schübe mit geflammten Vogeldarstellung auf Vasen (geflammt, um eine plastischere Wirkung zu erzielen), können durch einen Federantrieb ausgelöst werden. Die restlichen 10 Schübe werden jeweils von grün eingefärbten Ahornhölzern sowie Bandintarsien in Ahorn(Ebenholz umrahmt.

Der zurückgesetzte Aufbau besteht aus einem Stehpult, dessen Klappe mit einem grünen Leder mit Goldprägung verziert ist. Darüber befinden sich fünf Schübe und eine Nische sowie ein Registraturfach, das herausgezogen werden kann und einen Zugang zu einem weiteren Geheimfach bietet. Die Schubfächer können durch Taster ausgelöst werden, die unterhalb angebracht sind.  Die seitlichen, gerundeten Türen werden durch die Klappe verschlossen. Darüber befindet sich eine Türe mit zurückgesetzter, ovaler Füllung, die von einem abgetreppten Spitzgiebel bekrönt wird. Im Giebel ist ein kleines Uhrwerk mit Schlossscheibenschlagwerk eingelassen, 1/2 – 1 Std. Schlag auf eine Glocke (Das Uhrwerk wurde von einem Uhrmachermeister gereinigt und überholt). Die Seitenteile schließen mit einer verjüngenden Blende/Galerie ab, die an den Ecken durch Klötze fixiert ist.

Restaurierte, Schellack polierte Oberfläche, guter Erhaltungszustand, die Schellackpolitur wurde komplett neu aufgebaut, die Schub- und Laufleisten überholt, die Ledereinlagen fachgerecht erneuert. Es gibt kleinere Furnierergänzungen an der linken hinteren Ecke des Schreibteils im Bereich der Traversen, kaum sichtbar. Der Spiegel der Schreibnische ist teils erblindet. Die Schlüssellochbuchsen sind in Ebenholz, teils ergänzt, das Emailzifferblatt hat bei Nummer 8 eine kleinere Retusche. Norddeutschland, 1. Drittel 19. Jahrhundert.

Literaturvergleich: Schreibmöbel von 1700-1850, Wolfgang L. Eller

Höhe: 229 cm, Höhe Schreibplatte: 79,5 cm, Höhe Stehpult: 123 cm
Breite: 123,5 cm
Tiefe: 60 cm, Tiefe mit ausgezogener Schreibplatte: 92 cm