Art.Nr. 994 Barocker Tabernakelsekretär, Kirchheim/Teck, Mitte 18. Jh.

Art.Nr. 994 Barocker Tabernakelsekretär, Kirchheim/Teck, Mitte 18. Jh.

11.800,-- €
Artikel-Nr.:994
Material:Nussbaum
Stil-Epoche:Barock
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Barocker Tabernakelsekretär, Nussbaum Massivholz, teils Nussbaumwurzelmaser, Nussbaum auf Weichholz furniert. Kommodenförmiger, dreischübiger Unterbau mit konkav-konvex geschweifter Front. Die Front ist mehrfach eingeschnürt, die Traversen sind wulstig ausgestellt. Leicht vorgesetzter Sockel auf gedrückten Kugelfüßen. Überstehende Deckplatte, die die Schweifung des Unterbaus übernimmt.

Schreibteil mit geschweifter Platte, Inneneinrichtung mit zentraler Nische, flankiert von vier kleinen Schubkästen, wulstigen Traversen. Die Schreibfläche ist wie die Schubladenfronten sowie Schreibklappe von außen mit rechteckigen Nussbaum furnierten Feldern belegt, umrahmt von Bändern, die mit quer verlaufendem Nussbaumfurnier belegt sind, die auf Kreuzfuge gespiegelt sind. Den äußeren Rahmen bildet ein Nussbaumfurnier mit einer lebhaften Struktur. Der Aufbau besteht aus einer zentralen Türe, leicht nach innen gewölbt, die mit gespiegeltem Wurzelmaserfurnier belegt ist. Umrahmt von unterschiedlich breiten Bändern. Den äußeren Rahmen bilden schräg verlaufende, gegenläufige Nussbaumbänder, die auf vier würfelförmigen Einlagen aus Wurzelmaserholz ausgerichtet sind. Durch Abschließen der Türe werden alle Schubfächer mit verriegelt. Die Tabernakeltüre wird von 10 Schubfächern flankiert, deren Fronten nach außen gewölbt sind.

Der Innenbereich des Tabernakelfaches besteht aus einer Nische, zwei Schubfächern am unteren Ansatz sowie einem zurückgesetzten Ablageboden. Die Nische ist mit marmorierten Papier ausgekleidet, wohl um 1800/Anfang 19. Jh.. Der Gesimskranz ist profiliert und aus Massivholz ausgeführt und auf Höhe der Türe verkröpft. Die Seitenteile sind ebenfalls intarsiert und übernehmen die Aufteilung der Front. Originale Schlösser in Eisen. Die gegossenen Messingbeschläge sind mit Voluten und Blattranken verziert, wurden jedoch später ergänzt. (wohl im 19. Jh. ergänzt, gute Qualität des Gusses).

Restaurierte, Schellack polierte Oberfläche, guter Erhaltungszustand mit leichten, altersbedingten Gebrauchsspuren, kleineren Kratzern, Druckstellen, die überpoliert wurden. Kleinere Furnierergänzungen im Eckbereich der Schubladen, die jedoch kaum sichtbar sind. Füße wurden fachgerecht ersetzt. Die Schreibplatte hat im Innenbereich auf der rechten Seite kleinere helle Flecken, die kaum auffallen. Marmoriertes Papier, an den Kanten leicht berieben, retuschiert. Süddeutsch, Kirchheim/Teck, Mitte 18. Jh.

Literaturvergleich: Schreibmöbel 1700-1850 in Deutschland, Österreich und der Schweiz, Wolfgang L. Eller, S. 79/80/81

Höhe: 169 cm, Höhe Schreibplatte: 77,5 cm
Breite: 120 cm
Tiefe: 74,5