Art.Nr. 3791 Zylinderaufsatzkommode, bez. 1828

Art.Nr. 3791 Zylinderaufsatzkommode, bez. 1828

5.900,-- €
Artikel-Nr.:3791
Material:Mahagoni
Stil-Epoche:Biedermeier
Details:ausblenden
Zylinderaufsatzkommode, Mahagoni massiv, Pyramidenmahagoni, Mahagoni, Ahorn, Eibenmaser, Rosenholz, wohl Zwetschge auf Eiche, Pappel furniert. Kommodenförmiger, dreischübiger Unterbau, Stollenbauweise. Der Sockelbereich ist leicht vorgesetzt mit seitlichen bogenförmigen Blenden. Der Schreibteil besteht aus einer herausziehbaren Schreibplatte mit originaler, dunkler Ledereinlage. Am hinteren Rand ist eine Blende in Form von Schubladenfronten. Darüberliegend ist eine zentrale Nische mit aufwendig eingelegten Böden, Würfelmaketerie, die Rückseite hat einen schräg verlaufenden Spiegel. Der Ober Ansatz der Nische wird durch einen Dreiecksgiebel verziert, dessen Seitenteile strahlenförmig aufgebaut sind. Das Möbel ist teils Ahorn geflammt (in heißen Quarzsand eingelegt,um eine plastischere Wirkung zu erzielen. Seitlich wird die Nische von zwei Geheimschüben flankiert, dernen Fronten in Form von Säulen ausgeführt sind. Bei nicht vollständig ausgezogener Platte können die Schübe durch einen darunter liegenden Taster ausgelöst werden. Seitlich befinden sich je zwei weitere Schubfächer mit gedrechselten Zugknöpfen. Der Zylinder kann durch ein kleines Schloss verriegelt werden. Der Aufbau besteht aus einem breiten Schubfach mit darüberliegendem Vitrinenteil. Originale Verglasung, dunkel abgesetzte Versprossung. Im Innenteil der Vitrine befinden sich zwei weitere Schubfächer (ursprünglich war der Vitrinenteil durch einen Vorhang verhängt). Der Aufbau besteht aus einem Gesimskrnaz, der mit einer zurückgesetzten Balustrade verziert ist. In der Mitte gibt es einen vorgesetzten Spitzgiebel, die Absätze der Balustrade sind mit ebonisierten Kugeln geschmückt. Die Messingbeschläge sind geprägt und später ergänzt worden.

Restauriert, Schellack polierte Oberfläche, guter Erhaltungszustand, altersbedingte Gebrauchsspuren, kleinere Kratzer, Druckstellen, die leicht sichtbar sind. Kleinere Furnierergänzungen, Retuschen im Bereich der Schreibplatte, die Schubladenecken, die kaum sichtbar sind. Die originale Lederplatte hat Gebrauchsspuren. Das Seitenteil hat einen kleineren, verleimten Spannungsriss, der überpoliert wurden und kaum zu sehen ist. Im Unterteil ist eine Bezeichnung mit Bleistift wohl Taubenberger & Frechte, Jahreszahl 1828 (Mitteldeutschland).

Literaturvergleich: Schreibmöbel 1700-1850, Wolfgang L. Eller, Abb. 325 Aufsatzschreibkommode Thüringen 1818

Höhe: 196 cm
Höhe Schreibplatte: 76 cm
Breite: 106 cm
Tiefe: 58 cm
Tiefe mit ausgezogener Platte: 92 cm