Art.Nr. 3893 Biedermeierschreibschrank, süddeutsch, um 1830

Art.Nr. 3893 Biedermeierschreibschrank, süddeutsch, um 1830

3.350,-- €
Artikel-Nr.:3893
Material:Kirschbaum
Stil-Epoche:Biedermeier
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Biedermeierschreibschrank, Kirschbaum massiv, teils Kirschbaum, wohl Myrthemaser, Palisander, Ahorn auf Weichholz furniert. Rechteckiger Korpus mit seitlich vorgesetzten, konischen Säulen. Die Säulen haben gedrechselte, Kapitelle und Basen und sind durch dunkel abgesetzte Platten mit dem Korpus optisch abgegrenzt. Der Sockel ist leicht vorgesetzt und an den Ecken verkröpft. Er ruht auf Klotzfüßen, die durch leicht vorgesetzte Bodenplatten abschließen. Der Unterbau besteht aus zwei Türen mit einem variablen Fachboden. Darüber liegt eine Schreibplatte, die im Innenbereich dunkel poliert ist. Der Innenbereich besteht aus einer zentralen, verspiegelten Nische mit einem intarsierten Boden im Schachbrettdekor. Die Nische wird seitlich von dunkel abgesetzten Säulen flankiert, die einen Rundbogen stützen. Unterhalb der Nische befindet sich ein abschließbares Schubfach, unterhalb dem ein herausnehmbarer Boden mit Geheimfach eingebaut ist. Seitlich wird die Nische von acht weiteren Fächern flankiert. Die kleineren Schubfächer sind jeweils in massivem Kirschbaum gefertigt. Den oberen Abschluss bildet ein längliches Ablagefach mit zwei vorgesetzten Balustraden. Oberhalb der Schreibplatte befindet sich ein weiteres Schubfach, das von seitlichen Sälen gestützt wird. Schlichtes Gesimsprofil, die Schlüssellöcher sind wappenförmig in Mooreiche eingelegt. Die Zugknöpfe der kleinen Schubfächer sind aus Bein geschnitzt.

Restaurierte, Schellack polierte Oberfläche, leichte, altersbedingte Gebrauchsspuren, kleinere Kratzer, Druckstellen, die überpoliert wurden. Die rechte Türe hat am unteren Band eine Ausbruchsstelle, die verleimt wurde und kaum auffällt. An der linken Türe sind im Bereich des Schlüsselloches Spuren alten Holzwurmbefalls, die gekittet und retuschiert wurden und leicht dunkler sind. Der Deckel wurde wohl später furniert, die Spannungsrisse im Furnier sind jedoch aufgrund der Höhe kaum sichtbar. Süddeutsch, um 1830.

Höhe: 159 cm
Höhe Schreibplatte: 81,5 cm
Breite: 101,5 cm
Tiefe: 52,5 cm
Tiefe mit ausgeklappter Platte: 104 cm