Art.Nr. 4133 Louis Seize Aufsatzsekretär, Deutschland, um 1780 – Fotos Teil 1

Art.Nr. 4133 Louis Seize Aufsatzsekretär, Deutschland, um 1780 – Fotos Teil 1

7.600,-- €
Artikel-Nr.:4133
Material:Nussbaum
Stil-Epoche:Louis-Seize
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Louis Seize Aufsatzsekretär, Nussbaum Massivholz, teils Nussbaum, Nussbaumwurzelmaser, Zwetschgenholz, Ahorn, Ebenholz auf Weichholz furniert. Rechteckiger kommodenförmiger Unterbau in Stollenbauweise gefertigt, die Front besteht aus drei Schubfächern, deren Vorderstücke optisch dreifach unterteilt sind. Seitliche Stollen mit länglichen Einlagen in hell und dunkel (Ahorn und Ebenholz) auf Vierkantspitzfüßen ruhend. Die Füße übernehmen die Intarsierung. Das Sockelprofil ist leicht vorgesetzt und auf den Ecken verkröpft, mit einem Zick-/Zackband aus Ahorn und Ebenholz und Zwetschge eingelegt, flankiert von Nussbaumhölzern. Die Schubladenfronten haben Füllungen aus Nussbaumwurzelmaserfurnier, umrahmt von quer angelegtem Zwetschgenfurnier, das von Ahornadern flankiert wird. Der äußere Rahmen besteht aus Nussbaumfurnier. Die Seitenteile übernehmen die Anordnung der Furnierung.

Der Schreibteil ist leicht zurückgesettz mit schräger Schreibplatte. Die Inneneinteilung besteht aus fünf Schubfächern, sowie einer breiten Nische. Der Aufbau besteht aus einer zentralen Tabernakeltüre, hinter der sich eine originale, verglaste weite Türe aus Nussbaummassivholz befindet, darunter liegt ein Schubfach. Die Tabernakeltüre ist im Innenbereich mit marmoriertem Papier ausgeschlagen. Die Tür wird seitlich von je fünf Schubfächern flankiert. Die linke Seite der Schubfächer wird bei abgeschlossener Türe durch den Türfalz verriegelt, die rechte Seite kann durch eine Eisenriegel im Innenbereich verschlossen werden. Den oberen Abschluß bildet ein profilierter, ausgestellter Gesimskranz, dessen Kante im Wechsel hell und dunkel eingelegt ist. Die Seitenteile des Aufbaues sind mit gespiegelten Ästen dekoriert. Originale Messingbeschläge, komplett erhalten, originale Eisenschlösser, das Schloss der Tabernakeltüre wurde später ergänzt.

Restaurierte, Schellack polierte Oberfläche unter Erhaltung der originalen Patina. Leichte, altersbedingte Gebrauchsspuren, kleinere Kratzer, Druckstellen sind sichtbar, fallen aber kaum auf. Die Tapete der Tabernakeltüre ist teils faltig und berieben. Die Innenfläche des Schreibteils hat teils kleinere Tusch- und Brandflecken, die leicht sichtbar sind. Die Schub- und Laufleisten wurden überarbeitet und teils ergänzt. Deutschland, um 1780.

Literaturvergleich: Möbel des Klassizismus, Louis XVI und Empire, Wolfgang L. Eller, S. 149 Nr. 121

Höhe: 185 cm
Höhe Schreibteil: 83 cm
Breite: 127,5 cm
Tiefe: 64 cm
Tiefe mit ausgeklappter Schreibplatte: 86 cm