Art.Nr. 4197 Tabernakelsekretär, süddeutsch, um 1760 – Fotos Teil 1

Art.Nr. 4197 Tabernakelsekretär, süddeutsch, um 1760 – Fotos Teil 1

8.400,-- €
Artikel-Nr.:4197
Material:Nussbaum
Stil-Epoche:Barock
Details:ausblenden
Tabernakelsekretär, Nussbaum Massivholz, teils Nussbaum, Nussbaumwurzelmaser, Ahorn, Zwetschge auf Weichholz furniert. Kommodenförmiger Unterbau, der auf gedrückten Kugelfüßen ruht. Konkav-Konvex geschweifte Front, gerades Sockelprofil, sowie Traversen leicht vorgesetzt. Die Schubladenfronten sind in drei nussbaumfurnierte Felder unterteilt, die von quer furnierten Bändern aus Zwetschgenfurnier umrahmt werden. Die Bänder sind flankiert von Ahornadern, die auch die Mittelfelder unterteilen. Den äußeren Rahmen bildet ein schlichtes Nussbaumfurnier, überstehende Deckplatte mit profilierter Kante, wohl Birnbaum.

Die abgeschrägte, zurückgesetzte Schreibplatte ist mit einem verschlungenen Monogramm (wohl Maria) dekoriert. Die schlichte Inneneinteilung besteht aus vier Schubladen. Der zurückgesetzte Aufbau hat eine nach innen geschweifte Türe, flankiert von 10 konkav-konvex geschweiften Schubfächern. Die inneren Felder sind teils mit Wurzelmaserholz umrahmt und Bändern aus Zwetschgenholz dekoriert, umrahmt von Ahornadern.

Der Innenbereich des Tabernakelfaches ist in einen variablen Fachboden (später ergänzt) sowie zwei Schubfächern unterteilt. Der Tabernakeltüre verriegelt den linken Teil der Schubfächer mit. Originale Kastenschlösser, Bänder in Eisen, die Messingbeschläge wurden später ergänzt, ausgefüllte Bohrungen von früheren Beschlägen am Aufsatz, leicht sichtbar.

Restaurierte, Schellack polierte Oberfläche, guter Erhaltungszustand, leichte, altersbedingte Gebrauchsspuren sind sichtbar. Kleiner Kratzer, Druckstellen, die überpoliert wurden. Kleinere Furnierausbrüche, die unterleimt und überpoliert wurden, primär im Randbereich der Schubladen des Aufbaues. An der Schreibplatte von außen in der Monogrammkartusche sind zwei ausgefüllte Bohrungen eines früheren Griffes, die leicht sichtbar sind. Die Innenfläche der Schreibplatte hat einen furnierten Randstreifen, im Mittel aus Weichholz sind teils kleinere Ausbrüche, Flecken. Im rechten, vierfach unterteilten Schubfach der Inneneinteilung gibt es Tuschflecken. An der linken Seite des Unterbaues ist ein ausgespänter Spannungsriss, der kaum auffällt. Süddeutsch, um 1760.

Literaturvergleich: Schreibmöbel 1700-1850, Wolfgang Ludwig Eller:

Höhe: 188 cm
Höhe Schreibplatte: 78 cm
Breite: 119 cm
Tiefe: 63 cm
Tiefe geöffnet: 77 cm