Art.Nr. 4161 Biedermeierschreibschrank mit vorgesetzten Vollsäulen, München, um 1820

Art.Nr. 4161 Biedermeierschreibschrank mit vorgesetzten Vollsäulen, München, um 1820

4.600,00 €
Artikel-Nr.:4161
Material:Kirschbaum
Stil-Epoche:Biedermeier
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Biedermeierschreibschrank, Kirschbaum Massivholz, Kirschbaum, Thujamaser auf Eiche, Weichholz furniert. Rechteckiger Korpus mit vorgesetzten, eboniserten (dunkel polierten) Vollsäulen, gedrechselten Kapitellen, Basen. Der vorgesetzte Sockel ruht auf quadratischen Bodenplatten, an den vorderen Ecken ist der Sockel verkröpft. Die Front ist unterteilt in einen zweitürigen Unterbau, darüber liegt eine Schreibplatte, sowie ein vorgesetzter Kopfschub, der seitlich von den Säulen gestützt wird. Den oberen Abschluss bildet ein ebenfalls dunkel abgesetzter Gesimskranz.

Die Inneneinteilung des Unterbaues besteht aus drei Schubladenauszügen mit eingelassenen Messingzugbeschlägen. Ursprünglich wohl gedrechselte Zugknöpfe, die später durch den Einbau der Messingzugbeschläge ersetzt wurden. Die Inneneinrichtung des Schreibteiles besteht aus einer zentralen, originalen verspiegelten Nische, der Kirschbaumboden ist mit einer originalen kreisförmigen Tuschbemalung dekoriert ist. Die Nische ist portalförmig angelegt, flankiert von ebonisierten Halbsäulen, die auf  Sockeln aus Thujamaser ruhen. Umrahmt wird die Nische von 9 kleineren Schüben mit Messingzugknöpfen sowie einem breiten Papierschub, dessen Front aus Thujamaser furniert ist, darüber liegt die Registratur mit vier Fächern. Unterhalb der mittleren unteren Schublade befindet sich ein Geheimfach mit kleinerem, zweigeteiltem Einsatz.

Die Schreibplatte ist im Innenbereich dunkel poliert, die Schlüssellochschilder sind wappenförmig in Ebenholz eingelegt. Originale Schlösser, im Unterschrank mit Flügelriegelschloss aus Eisen.

Restaurierte, Schellack polierte Oberfläche, guter Erhaltungszustand, leichte, altersbedingte Gebrauchsspuren, kleinere Kratzer, Druckstellen, die überpoliert wurden. Die Bodenplatte wurde teils ergänzt. Der Unterbau hat ausgespänte Spannungsrisse, die fachgerecht ausgeführt wurden und kaum sichtbar sind. Die Schreibplatte hat an der rechten, unteren Ecke eine Furnierergänzung, die leicht erkennbar ist. Die Schreibplatte hat an der linken Seite in der Mitte einen leicht sichtbare Druckstelle. Das obere Schubfach hat an der linken Seite eine dunklere Retusche (Fleck). Süddeutsch, München, um 1820.

Höhe: 156 cm, Höhe Schreibplatte: 82,5 cm
Breite: 99 cm
Tiefe: 54,5 cm, Tiefe mit ausgeklappter Platte: 100 cm

Literaturvergleich: Biedermeier, Georg Himmelheber, S. 123, Nr. 55 (Bayern, um 1820)