Art.Nr. 3978 Stockuhr, 2. Hälfte des 18. Jh. Von Georg Ruepp in Großwardein (Rumänien)

Art.Nr. 3978 Stockuhr, 2. Hälfte des 18. Jh. Von Georg Ruepp in Großwardein (Rumänien)

2.400,00 €
Artikel-Nr.:3978
Material:Messing
Stil-Epoche:Barock
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Stockuhr, 2. Hälfte des 18. Jh. Von Georg Ruepp in Großwardein (Rumänien)
Ebonisiertes Holzgehäuse, Profile sind blattvergoldet, Messingwerk. Rechteckiges, allseitig, original verglastes Gehäuse, Weichholz ebonisiert, dunkel poliert. Das Gehäuse ruht auf vier verzierten Füßen, vorgesetztes Sockelprofil. Die Front hat einen rechteckigen Rahmen und ist am oberen Ansatz gebogt und mit vergoldeten Flammleisten eingefasst. Die vorderen Ecken sind profiliert, ebenfalls blattvergoldet. Das Gehäuse hat am oberen Ansatz zwei Zwickel, die mit blauem Stoff hinterlegt sind, ausgesägte, gravierte Messingeinfassungen. Zentrales Emailzifferblatt mit römischen, arabischen Ziffern bemalt. Darüber liegt eine emaillierte Applikation mit einer Jagdszene. Flankiert von zwei Anzeigen, links befindet sich der Einschalter der Repitition, rechts der Ein- und Ausschalter des Schlagwerkes. Der Aufbau besteht aus einem abgetreppten profilierten Aufsatz mit einem reich verzierten Griff. In den Ecken befinden sich flammenförmige Verzierungen. Die Seitenteile sind teils verglast, sowie mit ovalen fensterförmigen Öffnungen versehen, die mit Stoff, sowie Messingornamenten hinterlegt sind. An der Rückseite befindet sich eine abschließbare Türe.

Das originale Uhrwerk hat eine Spindelhemmung, ein Hinterpendel und einen Federantrieb für Geh- und Schlagwerk auf zwei Glocken (Wiener Schlag), das Datum und die Repitition, ein gravierte Messingfront und Goldbronze und Eckapplikationen, 2,5 Tage Laufwerk. Das Uhrwerk wurde von einem Uhrmachermeister gereinigt, überholt und teils neu gelagert. Sehr guter originaler Zustand des Gehäuses, kleinere Retusche, die kaum auffällt. Die Seitenteile haben kleinere Spannungsrisse im Holz, die kaum auffallen. Die linke Anzeige (Repitition) hat einen kleinen Haarriss, der jedoch kaum sichtbar ist. Die Stoffbespannung wurde fachgerecht erneuert. Das Zifferblatt ist bezeichnet mit Georg Ruepp in Groswardein (Rumänien), 2. Hälfte 18. Jh..

Stockuhren des später 18. Jahrhunderts sind in ganz Europa verbreitet, der Einfluss der Wiener Stockuhren ist deutlich sichtbar. Diese Uhr ist fast identisch in dem Buche: „Faszination Uhren von Richard Mühe, Horand M. Vogel“ abgebildet, pos. 74, Seite 80 – Wiener Stockuhr von Franz Weiskopf in Wien.

Höhe: 55 cm
Breite: 28 cm
Tiefe: 14 cm
Durchmesser Zifferblatt: 16 cm